Kaum ein Futterthema sorgt für so viel Unsicherheit wie Mineralfutter. Braucht das wirklich jedes Pferd? Muss es organisch sein oder reicht das günstige aus dem Regal? Und welches passt zu meinem Pferd? Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Fragen ein: wozu dein Pferd Mineralstoffe braucht, woran du einen Mangel erkennst, was hinter »organisch oder anorganisch« steckt und welches Mineralfutter zu welchem Pferd passt.
Kurz gesagt: Ja, fast jedes Pferd profitiert davon. Mineralstoffe und Spurenelemente sind lebensnotwendig, aber der Pferdekörper kann sie nicht selbst herstellen. Sie müssen über das Futter kommen. Heu und Weide schwanken je nach Boden, Region und Schnitt erheblich und decken vor allem den Bedarf an Spurenelementen wie Zink, Selen und Kupfer oft nicht zuverlässig.
Besonders bei reiner Heu- oder Weidehaltung ohne Kraftfutter entsteht so eine schleichende Versorgungslücke. Ein Mineralfutter gleicht das gezielt aus, ohne die übrige Ration umzustellen. Wer es genau wissen will, lässt den Bedarf über eine Heuanalyse oder ein Blutbild prüfen.
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Ein Mangel zeigt sich meist unspezifisch und schleichend. Diese Anzeichen sprechen für eine Abklärung, vor allem wenn mehrere zusammenkommen:
Wichtig: Diese Anzeichen haben viele Ursachen. Sicherheit gibt nur ein Blutbild beim Tierarzt, am besten zusammen mit einer Einschätzung der Grundration. Erst danach lässt sich entscheiden, ob ein Basis-Mineralfutter reicht oder ob ein einzelner Stoff gezielt ergänzt werden sollte.
Man unterscheidet Mengenelemente, die in größerer Menge nötig sind, und Spurenelemente, von denen es nur winzige Mengen braucht, die aber unverzichtbar sind:
Ein gutes Mineralfutter bildet diese Stoffe in einem ausgewogenen Verhältnis ab, statt einzelne Werte einseitig hochzudrehen. Wer den genauen Bedarf über eine Heuanalyse kennt, kann gezielter ergänzen. Für die meisten Pferde ist ein ausgewogenes Basis-Mineralfutter aber der praktikable Weg.
Spurenelemente gibt es in zwei Bindungsformen. Welche besser ist, hängt vom Element ab:
| Bindungsform | Beispiele | Eigenschaft |
|---|---|---|
| Anorganisch | Oxide, Sulfate (z. B. Zinkoxid, Magnesiumoxid) | günstig, hohe Mineral-Dichte, in klassischem Mineralfutter Standard |
| Organisch | Chelate, Selenhefe (an Aminosäuren gebunden) | bei Selen belegt besser verwertbar, schont den Stoffwechsel, teurer |
Die ehrliche Antwort lautet: es kommt auf das Element an. Für Selen ist gut belegt, dass die organische Form (Selenhefe) stärker aufgenommen wird als anorganisches Natriumselenit. Bei vielen anderen Spurenelementen reguliert der Pferdekörper die Aufnahme nach Bedarf, sodass der Vorteil der organischen Form kleiner ausfällt, sie aber den Stoffwechsel weniger belastet.
Es gibt noch einen Punkt, den viele nicht kennen, die »Deklarationsfalle«: Rechtlich darf sich ein Produkt nur dann »Mineralfutter« nennen, wenn der Rohaschegehalt über 40 Prozent liegt. Das erzwingt einen hohen Anteil anorganischer Mineralien. Viele rein organische Produkte heißen deshalb »Ergänzungsfutter«. Pferdegold Mineral 2.0 kombiniert eine mineralische Basis mit organisch gebundenen Spurenelementen, statt einer reinen Lehre zu folgen.
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Nicht jedes Pferd hat den gleichen Bedarf. Das Produkt bleibt dasselbe, nur Menge und Kontext unterscheiden sich:
Mineralfutter ist kein Kur-, sondern ein Dauerfutter: Der Bedarf an Mineralstoffen besteht jeden Tag. Als Richtwert bekommt ein Großpferd ab rund 600 kg 50 g pro Tag, ein Pony oder Kleinpferd 25 g. Bei Pferdegold Mineral 2.0 entspricht das 1 Messlöffel für das Großpferd und einem halben für das Kleinpferd. Misch die Menge einfach unter das gewohnte Futter.
Mineral 2.0 liefert alle Mineralstoffe und Spurenelemente in einem Produkt, mit organisch gebundenem Zink, Mangan, Kupfer und Selen, hoher Nährstoffdichte und natürlichen Vitaminen. Getreidefrei, melassefrei, Made in Germany.
Pferdegold Mineral 2.0 ansehenMeist ja. Weidegras schwankt stark und wird zum Saisonende nährstoffärmer, gerade bei den Spurenelementen.
Bei normaler Dosierung kaum. Einige Stoffe wie Selen sind aber eng dosiert, deshalb mehrere selenhaltige Produkte nicht unkontrolliert kombinieren.
Bei Selen bringt die organische Form belegt einen Vorteil, bei anderen Stoffen ist der Unterschied kleiner. Wichtiger als die Bindungsform ist, dass überhaupt bedarfsgerecht versorgt wird.
Möglich, aber aufwändig und fehleranfällig, weil dafür eine Heuanalyse nötig ist. Ein ausgewogenes Fertig-Mineralfutter ist für die meisten der praktikablere Weg.
Mineralisierung wirkt über Wochen: erste Veränderungen oft nach 4 bis 6 Wochen, die volle Wirkung nach einigen Monaten konsequenter Fütterung.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information rund um die Fütterung und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf einen Mineralstoffmangel oder eine Überversorgung bitte den Tierarzt einbeziehen, idealerweise mit Blutbild.